So war’s: KulTour auf der Mathildenhöhe Darmstadt

Ein einzigartiges Ensemble aus Wohn-, Ausstellungs- und Atelierbauten, Brunnenanlagen und Kunstwerken

Ein engagierter Guide erläuterte kompetent die Grundideen der Architekten und Künstler

26. April 2026

Normalerweise fährt man an Darmstadt vorbei. Es hält kein ICE und die Autobahnen sind im Rhein-Main-Raum ohnehin meist überlastet. Dass dies ein Fehler ist, entdeckten die 26 TeilnehmerInnen der Kulturfahrt. Denn Darmstadt verfügt mit der Mathildenhöhe über ein einzigartiges Ensemble aus Wohn-, Ausstellungs- und Atelierbauten, Brunnenanlagen und Kunstwerken, die, eng beieinander, zwischen 1901 und 1914 in der Formensprache des Jugendstils errichtet wurden.

Dietmar Talkenberg hatte die Fahrt vorbereitet und einen engagierten Guide gefunden, der kompetent die Grundideen der Architekten und Künstler der Künstlerkolonie Darmstadt erläuterte. So war es auch möglich zwei Gebäude, Haus Deiters und das Große Haus Glückert von innen zu betrachten. Nach einem Mittagessen stand im Museumsbau das Kunsthandwerk der Künstlerkolonie im Mittelpunkt. Gemälde, Zimmereinrichtungen, Gläser, Geschirr und Schmuck … Alles war in hoher Qualität vertreten.

Bei dem herrlichen Sonnenwetter konnte anschließend noch der Hochzeitsturm bestiegen werden, von dem aus man einen weiten Blick über den Taunus bis zum Donnersberg und den Odenwald hatte. Vom Platanenhain aus, mit seinen geheimnisvollen Figuren, hatte man eine schöne Sicht auf die russisch-orthodoxe Kapelle, die mit ihrer vergoldeten Kuppel und den vergoldeten Dacheinfassungen in der prallen Sonne stand. Märchenhaft … Es war ein Fest für die Sinne.  

Text: Diemtar Talkenberg

Bilder: Charly Köhler und Bernhard Kirchner

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