Vorbei an Spirken, Ohr-Weiden und vielen interessanten Sträuchern und Blumen
Donnerstag, 12. Juni 2025
Wie die Überschrift lautet die erste Zeile des Gedichts von Annette von Droste-Hülshoff. Für 13 Wanderer des Schwarzwaldvereins war`s nicht schaurig, sondern schön, übers Moor zu geh´n
Am Donnerstag fuhren wir mit der Höllentalbahn in die etwas kühleren Gefilde von Hinterzarten. Vor ca. zwei Jahren hat man das Moor dort neu „möbliert“. Der Steg aus Douglasienholz ist erneuert, und die Erklärungstafeln wurden neugestaltet. Außerdem hat man aus Weißtannenholz-Stämmen geschnitzte Waldgeister und andere mystische Figuren aufgestellt und diese in einen Bezug zum Schwarzwald gestellt.
Anfänglich führte der Weg vorbei an Spirken (Moorkiefern) und Ohr-Weiden. Vom Steg aus sahen wir Sträucher von Moosbeeren (dunkelgrüne Blätter). Das Scheidige Wollgras blühte und in den Wasserlöchern auch der Fieberklee. Das Sumpfblutauge war noch am Anfang der Blüte. Die Feuchtwiesen boten ein farbiges Blütenmeer von Orchideen (hauptsächlich Breitblättriges Knabenkraut), Kuckuckslichtnelke Sumpfkratzdistel und Wollgras. Wir umrundeten erst den westlichen und dann den östlichen Teil des Moores und entdeckten noch blühende Schattenblümchen. Auch die Schwarze Teufelskralle kam zahlreich vor.
Im neu eröffneten Bahnhofscafé von Hinterzarten beendeten wir den Blütenspaziergang im schönsten Moor Deutschlands.
Text und Bilder: Elke Breitling


