Rückblick: Genuss- und Wanderreise Rhön

Nicht nur der Schwarzwald, auch die Rhön ist schön!

Wasserkuppe - Fuldaquelle - Gersfeld - Basaltseen - Kreuzberg - Rotes Moor - Fulda

17. bis 24. Mai 2025

Am Samstag starteten wir zu unserer Genuss-Wanderwoche in der Rhön. Nachdem die Reiseleiterin Frau Ursula Schütterle alle Teilnehmer begrüßt hatte, erhielten wir die bestürzende Nachricht, dass unser Wanderfreund Kurt Ritzenthaler, der auch für die Reise gemeldet war, ein paar Tage zuvor verstorben war. Nach einem Moment des Innehaltens setzten wir unsere Reise zu unserem Standorthotel nach Gersfeld (Hessen) fort.

Der erste Wandertag am Sonntag war geprägt durch die Wasserkuppe mit 950 m, die höchste Erhebung der Rhön. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Fuldaquelle vorbei. Die Fulda vereinigt sich in Hann. Münden mit der Werra, die dann als Weser bei Bremerhaven in die Nordsee mündet. Der „Berg der Flieger“, wie die Wasserkuppe genannt wird, hat eine lange Tradition in der Segelfliegerei. Als wir dort waren, war kein Flugbetrieb, das Wetter war zu schlecht. Die Wolken hingen tief und es blies ein eisiger Wind. Das Fliegerdenkmal, ein Basaltsteinhaufen mit krönendem Bronze-Adler erinnert an die Pioniere der Segelfliegerei. Beim Abstieg nach Gersfeld kam die Sonne hervor und lies die artenreichen Feuchtwiesen erstrahlen. Es gab immer wieder Inseln von Trollblumen und Bergflockenblumen dazwischen. Auch Orchideen wurden gesehen, immer nur eine Art, Orchis mascula (Männliches Knabenkraut).

Ein engagierter Wanderführer führte uns am Montag auf dem Rundwanderweg „Extratour Gersfeld“, einem zertifizierten Wanderweg, der auf und ab durch Himmel (Dunkberg) und (Hohe) Hölle und schöne Buchenwälder führte. Auf dem Simmelsberg, eine geologische Besonderheit, stand ein großes Gipfelkreuz mit Gipfelbuch, in das Walter Böhler einen Gruß vom Schwarzwaldverein eintrug.

Am Dienstag ging es vorbei an einem kleinen Basaltsee auf die „Große Nalle“, (768 m). Beim Abbau von Basalt werden Gruben hinterlassen, die sich mit Wasser füllten und so kleine Seen bildeten. Der Aufstieg zur „Großen Nalle“ war zusätzlich und ein Teil der Wanderer entschied sich, den Aufstieg zu wagen. Der Weg führte auf schmalen Pfaden durch einen Schluchtwald mit großen Beständen an Silberblatt und knöllchentragender Zahnwurz auf einen Felsvorsprung, von dem man einen phantastischen Blick auf die Rhönberge hatte. Der Weg zum Picknickplatz für die Mittagspause zog sich. Dafür wurden wir von der Wanderführerin mit selbstgemachtem Holunderblütenlikör belohnt.

Auf alten Pilgerwegen ging es am Mittwoch auf den Kreuzberg (liegt in Bayern), auf dem ein ehemaliges Franziskanerkloster stand. Dort wird das beliebte Kreuzbergbier ausgeschenkt und ein Speisenangebot gab es auch, nach dem Motto „Glauben und Genießen.“ Die Wallfahrtskirche konnte besichtigt werden, und wer wollte, konnte einen Abstecher auf den Kreuzberggipfel machen. Weiter ging es zu einer sonnigen Berghütte, die zu einem Kaffee einlud.

Das „Rote Moor“ war Ziel unserer Wanderung am Donnerstag. Wir erreichten die faszinierende Moorlanschaft über die Kaskadenschlucht. Das ehemalige Torfabbaugebiet wird renaturiert u.a. durch Blockierung der früheren Entwässerungsgräben. Auf einem 1 km langer Bohlenweg konnte man den schönen Karpartenbirkenwald genießen, Der Boden ist bedeckt von Heidelbeersträuchern, keine Rauschbeere war zu sehen, nur ab und zu auf feuchteren Stellen das Scheidige Wollgras. Sumpfblutauge, Siebenstern usw. blühen um die Zeit noch nicht. Von einem Aussichtturm aus konnte man einen Teil des Hochmoors überblicken.

Sumpfblutauge, Siebenstern usw. blühen um die Zeit noch nicht. Von einem Aussichtturm aus konnte man einen Teil des Hochmoors überblicken.

Der letzte Tag stand zur freien Verfügung. Fast alle sind mit dem Zug nach Fulda gefahren, um auf der „Barocktour“ u.a. das Stadtschloss, die Orangerie mit Schlossgarten, die Michaelskirche und den Dom mit dem Bonifatiusgrab zu sehen.

Nach diesem Kulturtag fuhren wir am Samstag „von vielen Eindrücken satt wieder zurück in unsere Heimatstadt“. Eine sehr gelungene Reise ging zu Ende.

Text: Elke Breitling und Eckehard Hecht

Bilder: Elke Breitling, Regina Dittbrenner, Gabi und Eckehard Hecht

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