Es war ein sonniger Frühlingstag, ein Tag der pünktlichen Verkehrsmittel und ein Tag, der die 23 Teilnehmer und Teilnehmerinnen überrascht hat, was das Dorf Arlesheim, vor den Toren Basels gelegen, dem Besucher zu bieten hat
Sonntag, 11. Mai 2025
Vom Dornacher Bahnhof aus spazierten wir eine halbe Stunde entlang der Birs durch das Naturschutzgebiet Reinacher Heide und konnten den Wechsel zwischen Waldstücken und Wiesenflächen genießen. Violette Orchideen schmückten die Heide.
Der Spaziergang war die perfekte Vorbereitung für den Besuch einer Ausstellung im Kunstmuseum Würth. 60 Bilder und Skulpturen zeigten, wie Künstler und Künstlerinnen den Wald als mythischen Ort, seine Veränderung und auch das Sterben des Waldes sehen.
Von der Flussaue führte uns der Weg am schattigen Dorfbach entlang auf die Geländestufe, auf der das Dorf Arlesheim mit seinen schmucken Häusern, den gepflegten Gärten und dem Herrenhaus der Familie von Andlau-Birseck liegt.
Nach einer Mittagspause im schattigen Bauerngarten besichtigten wir den Dom und den harmonischen Platz mit seinen Domherrenhäusern. Vor der schönen Kulisse erläuterte Dietmar Talkenberg die Gründe für die Entstehung dieses Ensembles und stellte auch die enge Beziehung des Domkapitels zu Freiburg dar.
Höhepunkt des Ausflugs war der Besuch des Englischen Gartens in Arlesheim, die Ermitage. Der Garten war Ende des 18. Jahrhunderts in die wilde Felslandschaft des Jura hineinkomponiert worden. Er bietet dem Besucher überraschende Sichtachsen und im Zentrum eine Eremitenhütte mit einer Eremitenpuppe, die bei einer Geldspende nickt. Besonderen Felsen und Grotten (Diana, Apollo, Proserpina und Diogenes) hatten die Schöpfer des Gartens eine mythologische Bedeutung gegeben, die Dietmar Talkenberg erläuterte.
Bekrönt wird der Garten durch die Ruine der Burg Birseck. Sie hatte geöffnet und man konnte in dem stimmungsvollen Burghof träumen oder hoch oben, vom Söller aus, den weiten Blick über das Birstal bis zu den Vogesen genießen. Der Spaziergang endete an den drei Weihern, die den Talgrund ausfüllen.
An der Mühle vorbei, verließen wir auf einem schmalen Felsenweg das abgelegene, schön gestaltete Tal und wanderten zurück nach Arlesheim.
Text: Dietmar Talkenberg
Bilder: Dietmar Talkenberg und Volker Lindemann


