Mit Ausblick über Basel, den Jura und bei entsprechendem Wetter bis zu den Alpen
Sonntag, 29.03.2026
Unsere Streckentour beginnt als Stadtwanderung in Basel beim St. Alban-Tor, welches den Zugang zum St. Alban-Quartier markiert. Von hier geht es abwärts zum St. Alban-Teich, einst ein mittelalterlicher Gewerbekanal in Basel, der Dutzende von Mühlrädern antrieb und damit jahrhundertelang der wichtigste Energieträger der Stadt war. Am Rheinufer fällt der Blick auf die beiden markanten Roche-Türme – mit ihren 205 bzw. 178 Metern Höhe die höchsten Hochhäuser der Schweiz.
Auf dem herrlichen St. Alban-Rheinweg wandern wir nun flussaufwärts zur Parkanlage Birschöpfli, wo die Birs und gleichzeitig die Grenze zum Kanton Basel-Land überquert wird. Über die Kraftwerkinsel und entlang des Kraftwerks Birsfelden gelangen wir ans nördliche Ufer des Rheins und damit bereits wieder zurück in den Kanton Basel-Stadt.
Hier befindet sich auch die Rheinhalde – ein 1,6 Kilometer langer Streifen am Rheinufer. Der schmale, langgezogene Uferstreifen am rechten Rheinbord zwischen Schwarzwaldbrücke und der Landesgrenze zu Deutschland ist das älteste Naturschutzgebiet der Schweiz. Zur Zeit der Unterschutzstellung 1913 war die Rheinhalde ein idealer Lebensraum für über 480 wärmeliebende Pflanzen- und Tierarten.
Dem Wanderwegweiser nach St. Chrischona folgend, wandern wir vorbei am Friedhof Hörnli zum Wald und dann auf deutschem Gebiet steil aufwärts zum Grenzacher Hornfelsen, der einen interessanten Blick über die Stadt Basel ermöglicht. Sanft, aber stetig aufsteigend geht es, meist exakt auf der Landesgrenze, durch den Wald und über Wiesenland weiter.
Schließlich erreichen wir die Hügelkuppe von St. Chrischona, auf der die gleichnamige Kirche steht. St. Chrischona (Baseldeutsch: Grischoone [gʀɪˈʃɔːnə]) ist der 522 m ü. M. hohe Hausberg der nahen Stadt Basel und der westlichste und dritthöchste Berg des Gebirgszugs Dinkelberg. Auf dem höchsten Punkt steht inmitten einiger Gebäude die Kirche St. Chrischona. Auf dem Berg etwas abseits, östlich der Besiedlung steht mit dem Fernsehturm St. Chrischona zudem das mit gut 250 Metern Höhe höchste freistehende Bauwerk der Schweiz, das weitherum sichtbar ist.
Der „Westweg“ führt uns nun geradeaus weiter – ohne Kontrolle – über die Grenze nach Rührberg, einem Ortsteil von Grenzach-Wyhlen. Durch prächtige Buchenwälder erreichen wir – immer auf der Höhe bleibend – schließlich den im Oktober 2006 errichteten Eigenturm. Von der Aussichtsplattform bietet sich ein beeindruckender Ausblick auf das Rheintal zu unseren Füßen.
Jenseits des Flusses bildet der Schweizer Jura eine scharfe Silhouette. Bei entsprechendem Wetter könnten wir auch die Alpen sehen. Über den aussichtsreichen Grabbestei-Felsen steigen wir nun hinab nach Herten, wo wir bei einer netten Schlusseinkehr im „Café grenzenlos“ – einem Begegnungsort für Menschen aus Rheinfelden und der Region – unseren Wandertag ausklingen lassen.


