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Schiffle bauen an der Elz

Schwarzwaldverein startet mit einem Familiennachmittag vorsichtig wieder Aktivitäten.

(BZ). Munteres Treiben herrschte am Wochenende am Elzufer zwischen Bahnhofsbrücke und Jünglingssteg. Kinder mit Eltern oder Großeltern warteten gespannt auf das Schifflebauen, zu dem der Schwarzwaldverein Waldkirch-Kandel im Rahmen eingeladen hatte.

Der Vorsitzende Edwin Dreher freute sich über die große Resonanz und erläuterte zunächst ausführlich die Regeln des Hygienekonzepts für die Veranstaltung. Dann ging es endlich los mit einem gemeinsamen Lied und einer Vorstellungsrunde, angeleitet von Gisel Boldt.

Bald wird an den verschiedenen Arbeitstischen geschliffen, gehämmert und geschraubt. Teilweise assistiert von Mama, Papa oder Oma bauen die Kinder aus den Rohmaterialien ihre Schiffle zusammen. Die Segel werden phantasievoll bemalt und aufgesteckt und bald ist eine ganze Flotte fertig. Am flachen Ufer entstehen in eifriger Arbeit Kanäle und sogar ein Hafenbecken. Selbst am Ufer finden in liebevoller Kleinarbeit mitgebrachte Muscheln, Enten oder Zapfen einen speziellen Platz. Mit viel Hallo werden die Boote zu Wasser gelassen und finden ihren Weg durch die Kanäle zum Hafen. Das angenehm kühle Wasser der Elz brachte schöne Abkühlung und das weitläufige Ufer verlockte zu den unterschiedlichsten Spielen. Zwischendurch gab es selbst gebackene Kekse, die bei Freizeitkapitänen reichlich Zuspruch fanden.

Mit der Familienaktion versucht der Schwarzwaldverein Waldkirch-Kandel eine vorsichtige Rückkehr in die Normalität. Die Lockerungen der strengen Abstandsgebote machen jetzt grundsätzlich gemeinsame Wanderungen wieder möglich, aber die Wanderführer halten weiter Vorsicht für geboten. Grundlage für alle Unternehmungen wird deshalb ein Hygienekonzept sein, dass die Aufteilung in kleinere Gruppen, die Begleitung durch eine entsprechende Zahl an Wanderführer und die Einhaltung der rechtlich vorgegebenen Abstandsregeln vorsieht. Ein Wiedereinstieg in das bisherige Jahresprogramm ist vor diesem Hintergrund nicht möglich. Deshalb wird in den nächsten Monaten der Schwerpunkt auf die nähere Heimat gelegt mit Radtouren in die nähere Umgebung oder an den Kaiserstuhl sowie Wanderungen rund um Waldkirch, um Busfahrten zu vermeiden.

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Mi, 08. Juli 2020