12. Mai 2020 - Wanderung in der Südpfalz

Start und Ziel Oberotterbach, 16,0 km, 600 Höhenmeter, Gehzeit 5 Stunden

Für den 12. Mai hatte ich mich mit meinem Sohn zu einer Wanderung verabredet.
Mein Sohn lebt in Saarbrücken und so bot sich die Südpfalz, auf halber Strecke gelegen, für ein Treffen an.

Ausgangs- und Endpunkt der Wanderung war das Weindorf Oberotterbach, 5 km südlich von Bad Bergzabern.
Der Wanderweg führte uns erst durch das Dorf, mit schmucken fränkischen Höfen, dann immer entlang des Otterbachs auf guten, schattigen Wegen in den Pfälzerwald hinein. Der Weg stieg bequem an. Erst am Schlossberg wurde es steil. Aber vom Felsen der Ruine Guttenberg hatte man als Belohnung einen herrlichen Blick zum Schwarzwald mit der Hornisgrinde und in der Rheinebene sah man das Münster von Straßburg.
Auf dem „Pfälzer Weinsteig“ setzten wir unsere Wanderung fort, um nach Dörrenbach zu kommen. Der Weg ist gut ausgeschildert und führt durch Laubwald, Fichtenschläge und durch die für den Pfälzerwald typischen Kiefernhaine. Dieser Weg ist zugleich auch als „Westwall-Weg“ bekannt und entsprechend durch Tafeln erklärt. Tatsächlich stießen wir immer wieder auf Ruinen von Bunkern, die 1945 von französischen Einheiten gesprengt worden waren. Vom Stäffelsberg, dem höchsten Punkt der Wanderung, hatten wir wieder schöne Ausblicke auf den Pfälzerwald und das Rheintal. Erfreulich war auch die reiche Ausstattung des Weges mit Bänken und Picknick-Möglichkeiten, die wir genutzt haben.
Am frühen Nachmittag erreichten wir Dörrenbach, tief unter uns im Tal des gleichnamigen Baches gelegen. Der Ort ist für seine Wehrkirche mit befestigtem Friedhof bekannt. Hinzu kommen das prächtige Rathaus und zahllose schmucke Winzerhöfe. Natürlich waren alle Weinstuben geschlossen und so machten wir uns bald auf den Rückweg nach Oberotterbach.
Dieser Teil unserer Wanderung war noch einmal sehr schön und unterschied sich deutlich vom Bergwald. Der Weg führte nun abwechselnd durch Weinberge und Wälder von Esskastanien und bot immer neue Ausblicke auf die Rheinebene.
Nach 5 Stunden waren wir wieder am Ausgangspunkt.

Text und Bilder: Dr. Dietmar Talkenberg

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 Wehrkirche Dörrenbach
Rathaus in Dörrenbach
Mandelbaum bei Oberotterbach
 Wehrkirche Dörrenbach