Kloster Beuron

10. Mai 2020 - Wanderung am Donaudurchbruch durch die Schwäbische Alb

Länge: 10,3 km, 270 Höhenmeter, Gehzeit:  3,5 Std

Das schöne Wetter der ersten Maiwoche hat uns weg von Schwarzwald und Kaiserstuhl in andere Landschaften gelockt. Meine Frau und ich waren zwar schon häufig an der Donau, aber nie in Kloster Beuron.

Am Donnerstag hatten wir nach zweistündiger Fahrt über Fridingen das Kloster erreicht. Der Parkplatz war leer und die Kirche erst am Nachmittag offen, so dass wir sofort unsere Wanderung zur Burg Wildenstein starteten. Der Weg führte uns rechts der Donau auf schmalem Weg zum Alpenblick, womit wir schon nach kurzer Zeit die Hälfte der Höhenmeter geschafft hatten.

Die Alpen waren schemenhaft zu erkennen, schöner war der Blick ins Donautal und zu Schloss Bronnen. Der Höhenweg führt meist durch Wald aber es gibt Abzweigungen am Petersfels, dem Paulus- und Altstadtfelsen, um den Blick von der Kante ins Donautal und aufs Kloster zu genießen.

Mittags hatten wir Burg Wildenstein erreicht, eine prächtig renovierte Burg auf zwei getrennten Felsen, die heute Jugendherberge ist. Vor der Burg gibt es mehrere Picknick-Möglichkeiten, die wir natürlich genutzt haben. Von der Burg führt durch eine wilde, malerische Schlucht der Weg zur Donau hinab, die man dort über eine Brücke überquert. Dort stoßen wir auf den Hohenzollernweg, der uns entlang der Donau nach Beuron zurückführt.

Nachdem wir zuvor ins Tal hinuntergesehen haben, wandern wir nun an der herrlichen Felskulisse entlang. An der großen Flussschleife liegt ein Hofgut des Klosters Beuron und dort stoßen wir auf die St. Maurus Kapelle, ein wunderschönes Beispiel für die im 19. Jahrhundert wirkende Beuroner Kunstschule. Der Stil ist eklektizistisch, das heißt, die Künstler haben aus früheren Kunststilen Symbole und Darstellungsformen übernommen und neu kombiniert.

In Beuron zurück haben wir zum Schluss die barocke Klosterkirche und die Gnadenkapelle besucht, die wie die St. Maurus Kapelle, im Beuroner Stil in Anlehnung an byzantinische Vorbilder gestaltet wurde.

Wären nicht wegen Corona die Hotels geschlossen, wären wir noch geblieben.

Text und Bilder: Dr. Dietmar Talkenberg

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