Wanderung rund um Heuweiler am Sonntag, 25.10.2020

Bei herrlichem Herbstwetter, mit sehr guter Fernsicht zum Kaiserstuhl und den Vogesen, trafen sich am Sonntag 20 Mitglieder und Gäste des Schwarzwaldvereins Waldkirch-Kandel, um die Gegend um Heuweiler, Wildtal und Föhrental zu erkunden.

Schon die Vorwanderung der beiden Wanderführer Dietmar Talkenberg und Charly Koehler hatte unter einem guten Stern gestanden. Zufällig waren beide mit Herrn Elighofer ins Gespräch gekommen, der ihnen ausführlich die Gebäude des Kirchbergs und die Innenausstattung der Kirche erklärt hatte.
Dieses Wissen konnten die beiden Wanderführer an die Teilnehmer weitergeben.
So kam auch die enge Verbindung Heuweilers zu Waldkirch zur Sprache: Die jetzige Kirche wurde 1750 vom Margarethenstift in Waldkirch bezahlt.
In der Kirche beeindruckte der aus Villingen stammende Hochaltar, in dem ein dem Kirchenpatron St. Remigius gewidmetes Altarbild eingefügt wurde. Es zeigt die Taufe des Frankenkönigs Chlodwig durch Remigius um das Jahr 500 n. Chr.
Das ehemalige Altarbild, jetzt an der Seitenwand, ist dem Martyrium des heiligen Sebastian gewidmet, dem Schutzpatron gegen die Pest. Er soll vor durch die Luft fliegenden Krankheitserreger schützen.
Wir haben auf der Wanderung versucht, dies durch die Bildung zweier Gruppen und durch Abstand halten zu erreichen.
Neu war auch für viele, dass Heuweiler mit etwa 1000 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden Baden-Württembergs ist, die nur durch die gemeinsame Verwaltung mit Gundelfingen ihre Selbständigkeit bewahren konnte.

Von der Ortsmitte ging die Wanderung über den Breisgauer Weinweg zum Leheneck. An der höchsten Stelle des Bergrückens bot sich ein eindrucksvoller Blick auf die beiden Ortsteile von Heuweiler und die gelb leuchtenden Weinberge vor den grün-bunten Hängen des Schwarzwalds.

Am Leheneck blies ein heftiger Wind, der aber bald nachließ, als die Gruppen ins obere Wildtal kamen. Jetzt ging der Blick hinunter nach Wildtal und dann über die nördlichen Stadtteile von Freiburg zum Kaiserstuhl und in die Vogesen.
Auf schmalen Wegen stiegen die Gruppen über dem Wildtal aufwärts und hatten oberhalb der Weinberge des Weinguts Kaltenbach Ausblicke auf den Rosskopf und den Zähringer Burgberg.

Das nächste Ziel war das Wildtaler Eck, wo die Mittagsrast unter der Esskastanie geplant war. Der Wind war aber so stark, dass sich alle, nach einem Blick ins Rheintal, an den Waldrand zum Picknick zurückzogen.
Der zweite Teil der Wanderung begann auf gutem Weg hinunter ins Föhrental. Die Obstbäume hingen voll und auch die Ziebärtle waren noch nicht geerntet. Am Kreuzhof erläuterte Elke Breitling das große Kreuz mit den Leidenswerkzeugen, das sich an ein prachtvolles Haus mit Vollwalmdach anlehnt.

Nun musste noch einmal gestiegen werden. Vom Kreuzhof führte der Weg über Wiesen, breite oder idyllische schmale Wege hinauf zum Leimeneck. Auch hier wurden die Wanderer wieder durch Ausblicke ins Glottertal mit den bunten Weinhängen und über die Reinebene zum Kaiserstuhl und zu den Vogesen belohnt.

Man sah aber auch die von Westen aufkommende dichte Bewölkung und merkte, dass man das enge Zeitfenster mit sonnigem Wetter gut genutzt hatte.
Nun ging es erst über den breiten Bergrücken und dann über einen schmalen Zick-zack-Weg hinunter zum Gasthof Föhrentaler Kreuz.

Etwa 300 m mussten die Gruppen nun entlang der Hauptstraße laufen, bis uns der Wanderweg über die Glottertalerstraße und Waldwege vorbei am Heuweiler Ehrenmal zurück zum Kirchberg führte. Gut 4 Stunden sind wir unterwegs gewesen.
Nach Beendigung der Wanderung bot der Rebstock in Heuweiler für einige der Wanderer noch eine gute Gelegenheit den Durst zu löschen und sich zu stärken.

Autor: Dietmar Talkenberg
Bilder: Dietmar Talkenberg und Reinhard Simon